Unser Leitbild


Der Verein SOKA RUN e.V. sieht sich als politischer Aufklärungsverein.



Wir informieren und klären auf über:
Hunderassenlisten, Gesetze/Verordnungen, Wissenschaft, Justiz, über Schicksale von Menschen und Hunden. Hunde gelisteter Rassen können kennengelernt werden, Vorurteile abgebaut oder sogar verhindert werden.
Demonstriert wird friedlich mit freundlichen Hunden aller Rassen gegen die unwissenschaftlichen und antidemokratischen Hunderasselisten. Veranstaltungen werden  in Kooperation mit Tierschutzorganisationen in verschiedenen Bundesländern durchgeführt.

Seite an Seite mit verschiedenen Tierschutzorganisationen stellen wir folgende politischen Forderungen:
Halterkunde statt Rassenliste:

nach wissenschaftlichen Standards – bundeseinheitlich gesetzliche Regeln:
zur Zucht, dem Handel und der Haltung von Hunden

Halterverantwortung fordern – und fördern:

Mindestanforderungen: Melde-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht, Sachkunde, Tierhalterhaftpflichtversicherung.


Wir meinen:
• Halterkunde bringt die nötige Sachkompetenz im Umgang mit Hunden in der Öffentlichkeit und der privaten Haltung.
• Halterkunde ist eine aktive Gefahrenprävention. Mit fundiertem Wissen über Hundeverhalten steigt die öffentliche Sicherheit, der Tierschutz wird entlastet.

Warum engagieren wir uns politisch?
Weil 20 JAHRE – politischer Hunderassenwahnsinn reichen!


Fakten:
Bayern machte 1992 den Anfang und listete 19 Hunderassen – 2000 folgten in fast allen anderen Bundesländern Hunderasselisten. Seitdem werden in Deutschland 22 Hunderassen a priori von Geburt an als gefährliche Rassen diskriminiert, die Haltung sanktioniert, die Hundehalter kriminalisiert.

Als Beispiel: Unbescholtene Bürger und Halter eines Hundes der gelisteten Rasse müssen turnusmäßig das “große” Führungszeugnis den Ordnungsbehörden zur Überprüfung vorlegen, ihre Zuverlässigkeit nachweisen und versichern, dass sie in körperlich und geistig gesunder Verfassung sind.
In vielen Kommunen müssen diese Hundehalter eine Hunderassen-Sondersteuer leisten.
Diese Hunderassen bezogene Steuer beträgt teilweise das 15-fache der regulären Hundesteuer.

Der Tierschutzaspekt:
Trotz der Einfuhr- und Verbringungsbeschränkung durch ein Bundesgesetz aus 2001 kämpfen Jahr für Jahr die Tierheime mit Welpen gelisteter Hunderassen aus illegalen Importen. Welpen aus Massenzuchtanlagen, deren Vermittlung schwer bis fast unmöglich ist.
Unwissende oder Ignoranten “produzieren” aus Spaß, an einem Wurf von der eigenen Hündin, Welpen der indizierten Rassen, verkaufen die Welpen ohne Hinweis darauf. Wird die Rasse im Nachhinein erkannt, landen die Hunde oft beim Tierschutz, weil sich die Besitzer nicht in der Lage sehen, die Auflagen zu erfüllen. Im schlimmsten Fall werden die Tiere einfach ausgesetzt oder an andere dubiose Stellen weitergegeben.

Die “öffentliche Sicherheit”:
Keine Beißstatistik der vergangenen 10 Jahre hält einer Verifizierung stand.
Allein der Aspekt Populationsgröße, der gerne dem prozentualen Verhältnis an Vorkommnissen mit nicht gelisteten Rassen zugrunde gelegt wird, ist und bleibt ein unbekannter Faktor, solange es bundesweit keine Melde- und Registrierungspflicht für alle Hunde gibt.

Die in den Beißstatistiken verwandten Zahlen fußen auf den Meldezahlen der meldepflichtigen Hunderassen – man bedenke die Dunkelziffer der nicht gemeldeten Hunde. Diese Zahlen werden verglichen mit den Zahlen der Welpenstatistik des Verbandes für das deutsche Hundewesen. Die dort gezüchteten Welpen decken in Deutschland allerdings nur etwa 30 % der Gesamtpopulation ab.

In all den Beißstatistiken, die sich an der so genannten Populationsgröße orientieren, bleibt unberücksichtigt:
• Es gibt in Deutschland noch einige andere Hundezuchtverbände – oder kleinere ZuchtVereinigungen, die neue Hunderassen kreieren (Beispiel: DesignerDogs).
• Es gibt etliche Züchter, die keiner Züchtergemeinschaft angeschlossen sind.
• Es gibt unzählige Gelegenheitswürfe (Mythos: “Eine Hündin muss doch einmal werfen.”)
• Dazu kommen die illegalen Hundeimporte, Welpen aus Massenzuchtanlagen, die zum Teil an Deprivationsschäden leiden.

Regelmäßig führen nicht gelistete Hunderassen die Beißstatistiken an.
Eines belegen diese Beißstatistiken allerdings: dass – trotz Rassenlisten – die Zahl an Vorkommnissen mit Hunden tendenziell steigt.

20 Jahre politischer Hunderassismus – es reicht !!
Allgemeine Gesetze, Regeln, die alle Hundehalter in die Verantwortung nehmen, das braucht Deutschland für eine funktionierende Gefahrenabwehr und für ein harmonisches Miteinander von Bürgern – mit und ohne Hund!